Bambus, Karton & Co. - Warum das Sinn macht

Geposted von Dominik Senn am

Plastik, Plastik, Plastik
Plastikzahnbürsten, Einwegbecher und Wegwerfbesteck – Plastik ist allgegenwärtig. Die Gründe, wieso dies so ist, ergeben sich schnell: Plastik ist vielfältig einsetzbar, einfach und schnell produziert und enorm günstig. Sehen wir der Tatsache inds Auge - Plastik begegnet uns den ganzen Tag, überall: Von der morgendlichen Dusche (Shampoo, Duschgel), beim Frühstück (Yoghurtbecher, Kaffee-To-Go), bis hin zum abendlichen Zähneputzen (Zahnbürste, Zahnpasta). Abgesehen davon, dass Plastik für die Umwelt schädlich ist (Meeresverschmutzung, Müllverbrennung, langsamer und schlechter Abbau), wird auch die Diskussion um die Auswirkung auf die Menschen immer wichtiger: Mikroplastik, der sich im Menschen einnistet, kann langfristige gesundheitsschädliche Folgen haben.

 Plastikflaschen

Seit einiger Zeit sind Menschen auf der Suche nach Materialien für unsere alltäglichen Produkte, die mit dem Planeten (und dem Menschen) sorgsamer umgehen. Die ernüchternde Einsicht, dass billig produzierte Einwegmaterialien aus Plastik vor allem eines sind – nämlich schädlich – erreicht Politik, Wirtschaft, aber auch Einzelpersonen immer mehr.

substainable hat es sich zum Ziel gesetzt, Alltagsprodukte aus Plastik durch nachhaltige und zugleich schöne, hochwertige Gebrauchsartikel zu ersetzen. Als erstes Produkt haben wir eine biologisch abbaubare Zahnbürste aus Bambus entwickelt, die herkömmliche Plastikzahnbürsten ersetzen soll. Aber macht das überhaupt Sinn? Wieso ist Bambus nachhaltig? Und was bringt eine Kartonverpackung?

Bambus
Unsere Zahnbürste wird aus Bambus gefertigt, denn Bambus wuchert wie ein Unkraut, wächst extrem schnell und verbreitet sich einfach. Für die substainable Zahnbürste verwenden wir Moso-Bambus, also Riesenbambus. Er ist mehrheitlich in China zu finden, wächst durchschnittlich über einen Meter pro Tag (!) und hält den Weltrekord als schnellst wachsende Pflanze. Durch dieses rasche Wachstum ist er sehr nachhaltig: Somit kann Bambus geschnitten und für die Produktion von Zahnbürsten verwenden werden, ohne dass der Bambusbestand geschmälert wird. Bambus braucht aufgrund des natürlich schnellen Wachstums auch weder Düngemittel noch Pestizide um zu wachsen. Interessanterweise ist Bambus von Natur aus antibakteriell, was bei einem Produkt wie einer Zahnbürste doppelt gut ist. Bambus bindet zudem sehr viel CO2 – ganz im Gegensatz zu einer Plastikzahnbürste, bei deren Produktion und Entsorgung nur einfach CO2 ausgestossen wird.

Grüner Bambus

Wenn das Produkt ans Ende seines Lebenszyklus kommt (bspw. nach zwei bis drei Monaten bei einer Zahnbürste), kann der Bambusgriff einfach auf dem Kompost deponiert werden. Innerhalb von ungefähr vier Monaten baut er sich komplett ab – und wird zu neuer, frischer Erde.

Karton und Papier
Verpackt wird unsere Zahnbürste in einer kleinen Kartonschachtel. Jeder von uns weiss, was Karton ist. Die Meisten recyclen ihn fachgemäss. Aber was passiert eigentlich danach mit dem Karton?

Karton und Altpapier werden (gesammelt und) in eine Produktionsanlage gebracht, und dort nach Art getrennt. Die Materialien werden von Schmutz befreit und zermahlen. In einem nächsten Schritt wird sämtliche Farbe entfernt. Der wässrige Brei wird dann mit Zellstoff (aus Pflanzenfasern) kombiniert und in die Produktionsmaschine gegossen. Mittels Sieben, Walzen und Trocknungszylindern entsteht so wieder neuer Karton. Oder auch neues Papier.

Beiden Materialien gemein ist, dass der Grossteil für die Neuproduktion bereits verbrauchtes Material ist. Im Sinne der Nachhaltigkeit ist Karton also wesentlich sinnvoller als Plastikverpackungen – diese gewähren zwar den Durchblick, schaden aber der Umwelt.

Karton Recycling

Und was ist mit dem Bürstenkopf?
Gewisse Produktbestandteile lassen sich momentan noch nicht mit nachhaltigen Materialien ersetzen. Unsere Borsten bestehen aus Nylon-6, einem Kunststoff. Da die Borsten Kontakt mit Zähnen und Zahnfleisch haben und verantwortlich sind für die Putzleistung, muss die Qualität zwingend stimmen. Wirklich sinnvolle Alternativen gibt es noch nicht. Schweineborsten (nicht vegan, komischer Geruch) und Bambusborsten (hart) genügen unseren Ansprüchen nicht. Weitere biologisch abbaubare Borsten existieren noch nicht, auch wenn mancher Hersteller das behaupten mag – wir haben das in einem Schweizer Labor testen lassen. Bis auf weiteres muss also der Kopf der Zahnbürste vor dem kompostieren abgebrochen werden (ist viel einfacher als man meint), und im herkömmlichen Müll entsorgt werden.

Dennoch: Unsere Zahnbürste mitsamt Verpackung besteht aus über 97% nachhaltigen Materialien. Sämtliche Transportwege werden klimakompensiert und sind somit CO2-neutral. Und: Pro Zahnbürste investieren wir 10 Rappen in Projekte, die den weltweiten Klimaschutz vorantreiben.

Sobald eine sinnvolle Alternative für den Bürstenkopf existiert, werden wir selbstverständlich darauf umsteigen. Es ist unserer Meinung nach nur eine Frage der Zeit, bis das so weit ist.

Fazit?
Bambus und Karton sind also sinnvolle und nachhaltige Materialien. Im Unterschied zu Plastik lassen sie sich komplett abbauen, respektive recyclen. Natürlich gibt es auch noch ganz viele andere Materialien, die ökologisch Sinn machen. Je mehr Produkte und Verpackungen wir durch solche Materialien substituieren, desto mehr wird der Planet geschützt. Das ist nicht nur sinnvoll für uns, sondern auch für die nächsten Generationen – eben substainable.

  

Über unser Produkt:

Du kannst bei uns ein nachhaltiges Zahnbürstenabo lösen. Wir schicken dir alle zwei oder drei Monate (wie gewünscht) eine biologisch abbaubare Zahnbürste aus Bambus klimaneutral und gratis nachhause. Nach dem Gebrauch entsorgst du sie auf dem Kompost. Du musst nie wieder ans Einkaufen einer Zahnbürste denken, und tust etwas Gutes für die Welt. Pro Zahnbürste investieren wir 10 Rappen für den globalen Klimaschutz. Und wenn du das Abo nicht mehr willst, kannst du es mit einem Knopfdruck beenden: Keine Jahresverträge, keine versteckten Gebühren, keine Mindestlaufzeit – wir mögen’s einfach und ehrlich.

→ Das Abo kannst du hier lösen, wenn du magst.

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